Damit Grillen nicht zum Albtraum wird

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Tipps zum sicheren Grillen anlässlich der Feuerwehr-Jahresaktion

  

Röthenbach a.d.Peg.: "Grillen im Garten und in der Natur gehört zum Sommer wie das Badengehen. Dabei passieren in Deutschland jährlich über 4.000 Unfälle, bei denen rund 400 Personen schwere Brandverletzungen erleiden", so Klaus Keim, Kommandant der Freiw. Feuerwehr Röthenbach. Damit das Grillen aber vor allem jetzt bei den vorsommerlichen Temperaturen ein Vergnügen bleibt, rät der Chef der Freiwilligen Feuerwehr folgende grundlegenden Regeln zu beachten, damit das Grillen nicht zum Albtraum wird.

  

  • Es sollte unbedingt ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt werden mit dem Zeichen für "Geprüfte Sicherheit" (GS).

  • Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen, wie zum Beispiel Sonnenschirmen.

  • Bei Grillplätzen in Waldnähe stets darauf achten, dass die Glut nicht vom Wind verweht wird. Gerade im Hochsommer besteht hier akute Waldbrandgefahr! Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand von 100 Metern ist einzuhalten.

  • Wird Holzkohle beim Grillen verwendet, so sollte diese nur mit geeigneten Zündhilfen wie Grillanzündern oder Pasten in Brand gesetzt werden.

  • Niemals Brennspiritus zum Anzünden verwenden, da diese Flüssigkeiten bereits bei Umgebungstemperatur verdunsten. Dabei entsteht eine höchst entzündliche Atmosphäre, die blitzartig durchzünden kann und dann zu schwersten Verbrennungen führen.

  • Halten Sie für alle Fälle ein Löschmittel, z. B. einen Eimer mit Wasser oder eine Löschdecke bereit.

  • Grillkohle sollte nach dem Grillen erst entsorgt werden, wenn sie komplett abgekühlt ist. Geeignet ist hier dann ein Blecheimer, nicht die Mülltonne!

  • Beim Grillen mit einem Gasgrill ist zu beachten, dass alle Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch nicht der direkten Hitze ausgesetzt ist.

Schützen Sie Ihr Kind! Verwenden Sie niemals Brennspiritus beim Grillen.

   

Natürlich übt ein Grill auf Kinder einen gewissen Reiz aus - achten Sie deshalb umso mehr darauf, dass Kinder nicht in die Nähe der Feuerstätte kommen und bewahren Sie die Kleinsten so vor schweren Verletzungen. Prävention ist seit Jahren eines der wichtigsten Anliegen vom Verein Paulinchen e.V. Der Verein, der unter anderem auch Eltern von brandverletzten Kinder zur Seite steht, ist der Meinung, dass sich die Zahl der Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle  durch gezielte Aufklärung um circa 60% reduzieren lässt. Jedes Jahr verbrennen oder verbrühen sich allein in Deutschland 6.000 Kinder so schwer, dass sie stationär behandelt werden müssen.

  

 "Und wenn noch Fragen offen sein sollten", so Klaus Keim, "fragen sie bei der örtlichen Feuerwehr nach, die hilft ihnen gerne weiter!". Bei längerer Trockenheit und der damit verbundenen Gefahr von Wald- und Flächenbränden, sollte beim Grillen in der freien Natur mit besonderer Vorsicht vorgegangen werden.

  

LFV Bayern/FF Röthenbach
Foto: Paulinchen e.V.