LF 16/12 – Löschgruppenfahrzeug

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Unser Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 ist unser „Erstausrückefahrzeug“.
Sowohl bei Bränden als auch bei technischen Hilfeleistungen rückt es als erstes Fahrzeug direkt hinter dem Führungsfahrzeug (bei uns der MTW Florian Röthenbach 91/14/1) aus.

Hier die technischen Daten des LF 16/12

Funkrufname: Florian Röthenbach 91/40/1
Sitze: 1 + 8 (Gruppenbesatzung)
Motor: Wassergekühlter Diesel-Reihenmotor mit Direkteinspritzung
Leistung: 209 KW (280 PS)
Hubraum: 5861 ccm
Zylinder: 6


Jetzt möchten wir euch gerne die Beladung des LF 16/12 vorstellen:

Mannschaftsraum

Der Maschinist und der Gruppenführer sitzen auf den beiden vorderen Sitzen, während die Mannschaft im Mannschaftsraum Platz findet.
Hier sind sieben Sitze vorhanden, 2 x Angriffstrupp, 2 x Wassertrupp, 2 x Schlauchtrupp und ein Melder.
Im vorderen Bereich befindet sich neben den Funkgeräten auch die Wärmebildkamera.
Hinten sind 2 Atemschutzgeräte als Schnelleinsatz verfügbar. Diese Geräte können vom Angriffstrupp bereits während der Fahrt angelegt werden.
Unter den Sitzbänken befinden sich verschiedene Geräte, wie z.B. Axt, Brechstange, Halligan-Tool, Krankentrage, Verbandskasten usw.
Auch ein Wasserkasten für die Versorgung der Einsatzkräfte an heißen Tagen ist an Bord.

Linke Fahrzeugseite

Geräteraum 1

Hier sind neben dem hydraulischen Rettungssatz mit Rettungsschere und Rettungsspreizer auch noch mehrere Zubehörteile, wie z.B. hydraulische Stempel, Ketten etc. untergebracht.
Im oberen Bereich sind Niederdruck-Hebekissen zum Anheben schwerer Lasten vorhanden.
Weiterhin gibt es hier eine Rettungssäge, eine Motorsäge und Handwerkzeug.

Geräteraum 3

Hier sind neben 4 weiteren Atemschutzgeräten auch die Hitzeschutzkleidung sowie das Sprungpolster verlastet.

Geräteraum 5

In diesem Geräteraum kommen wir nun zu den klassischen Utensilien für das Löschen.
Hier ist neben den Ersatzflaschen für die Atemschutzgeräte und den Atemanschlüssen vor allem feuerlöschtechnisches Gerät vorhanden, wie C-Schläuche, Strahlrohre und Verteiler.

Rechte Fahrzeugseite

Geräteraum 2

Auf der Beifahrerseite im Geräteraum 3 sind oben 4 A-Saugschläuche zur Wasserförderung aus offenen Gewässern, wie z.B. der Pegnitz oder dem Birkensee vorhanden.
Darunter befindet sich die Tragkraftspritze TS 8/8, dies bedeutet, dass diese Pumpe eine Förderleistung von 8 bar bei 800 l/min hat.
Darunter befindet sich der 8 kVA Stromerzeuger. Mit diesem können wir standortunabhängig 230V- und 400V-Wechselstrom erzeugen.
Und natürlich darf in einem Feuerwehrauto auch der Feuerlöscher und die Kübelspritze für Kleinbrände nicht fehlen.

Geräteraum 4

Dieser Geräteraum zeichnet sich vor allem durch den Hochleistungslüfter aus. Dieser ist elektrisch betrieben und dient zur Entrauchung von z.B. Wohnungen bei Küchenbränden etc.
Weiterhin findet man hier noch die B-Druckschläuche, eine Tauchpumpe, Beleuchtungsmaterial und Verlängerungskabel.

Geräteraum 6

Hier ist oben neben den Verkehrsleitleuchten der sog. Schnellangriffsschlauch vorhanden.
Dieser kann sofort entnommen werden und nach Inbetriebnahme der Pumpe durch den Maschinisten sofort mit den Löschtätigkeiten begonnen werden.
Darunter sind Strahlrohre und Stutzkrümmer verbaut.
In den gelben Kanistern ist das Schaummittel gelagert. Zusammen mit dem Zumischer und dem Schaumstrahlrohr kann hier Löschschaum erzeugt werden, welchen z.B. bei PKW- und LKW-Bränden benötigt wird.

Dachbeladung und Fahrzeugheck

Geräteraum GH (hinten)

Auf der Rückseite des Fahrzeugs befindet sich der Pumpenbedienstand. Von hier aus kann der Maschinist die eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe in Betrieb nehmen. Diese hat eine Nennförderleistung von 1600 l/min. Durch den eingebauten Wassertank mit 2.000 l Inhalt kann nach Inbetriebnahme sofort mit einem Löschangriff begonnen werden.
Weiterhin findet man hier noch weiteres feuerlöschtechnischer Gerät, wie z.B. Saugkorb, Sammelstück und Kupplungsschlüssel.

Fahrzeugdach

Auf dem Fahrzeugdach befinden sich die vierteilige Steckleiter und die ausziehbare dreiteilige Schiebleiter.
Mit der vierteiligen Steckleiter erreichen wir im allgemeinen Wohnungen im 2. OG, mit der ausziehbaren Schiebleiter sogar Wohnungen im 3. OG

Fahrzeugheck

Am Heck des Fahrzeugs sind zwei „Einmannhaspeln“ aufgeprotzt.
Beide Haspeln sind mit B-Druckschläuchen bestückt, auf der Rechten Haspel werden auch noch Standrohr, Unter- und Überflurhydrantenschlüssel sowie Systemtrenner mitgeführt.
Auf der rechten Seite ist noch ein hydraulisch ausfahrbarer Lichtmast angebaut.