Einsatzübung Brand Gymnasium Röthenbach

Einen Brand in einer Schule während der Unterrichtsstunden möchte sich niemand vorstellen, aber in einer Stadt mit mehreren Schulen ein mögliches Einsatzszenario, das sich unter normalen Umständen schwer für eine realistische Übung darstellen lässt.

Die anstehende Renovierung des Gymnasiums Röthenbach bot am 01. März 2025 die Möglichkeit, dies in einem größeren Rahmen zu üben. An diesem Samstag übernahmen mehrere Jugendliche der Jugendfeuerwehren aus Röthenbach/Pegnitz und Rückersdorf die Rolle der Schüler/innen. Ein speziell ausgebildetes Team des BRK Feucht übernahm die Aufgabe, den Jugendlichen mit diversen Schminkutensilien realistische, anmutende Verletzungen zu verschaffen. Zahlreiche Brandwunden, aber auch Knochenbrüche und ein Schädel-Hirntrauma waren vertreten.

Nur wenige Personen waren in die dreiwöchige Vorbereitung eingeweiht und so kam es um 10.45 Uhr zur Alarmierung der Feuerwehren aus Röthenbach/Pegnitz, Renzenhof, Haimendorf, Rückersdorf, Schwaig und den Kräften des BRK Nürnberger Land.

Der Einsatz fand in einem Schulblock mit mehreren Stockwerken statt, in dem sich, nach einer Verpuffung in einem Klassenzimmer, noch zahlreiche Schüler/innen befinden sollten, die nicht sofort nach dem Feueralarm das Schulgebäude verlassen konnten. Das (mit künstlichem Nebel) verqualmte erste Stockwerk sorgte für eine erhebliche Vergiftungsgefahr durch das Rauchgas und zwang die Einsatzkräfte zum schnellen Handeln. Ein Röthenbacher Angriffstrupp mit Atemschutz betrat als erster das Schulgebäude, suchte nach dem Brandherd und führte die ersten Schüler/innen aus dem Gebäude, damit diese von den inzwischen am Einsatzort eingetroffenen BRK-Kräften am Verletzten -Sammelplatz einer ersten Untersuchung und Behandlung unterzogen werden konnten.

Die nachrückenden Kräfte der Feuerwehren aus Renzenhof, Rückersdorf und Schwaig schickten ebenfalls erste Atemschutztrupps in das Gebäude, um so schnell wie möglich die dort befindlichen Personen zu evakuieren.


Die Röthenbacher Drehleiterbesatzung konnte mit dem Rettungskorb und der Schleifkorbtrage eine offensichtlich schwer verletzte Schülerin vom Dach eines Vorbaus retten und dem Rettungsdienst übergeben.

Weitere Schnelleinsatzgruppen und technische Einheiten des BRK übernahmen die Versorgung der zahlreichen Opfer und bauten zwei Zelte auf, um die Patienten/innen vor den niedrigen Außentemperaturen zu schützen.


Nach der Evakuierung des Gebäudes konnte der Einsatzleiter Florian Dierl, stellvertretender Kommandant der FW Röthenbach/Pegnitz das Ende der Einsatzübung verkünden und die restlichen Rauchschwaden der Nebelmaschine mit Lüftern aus den Räumen entfernt werden.
Nachdem die beteiligten Einsatzkräfte ihre Ausrüstung wieder aufgenommen hatten, trafen man sich im Röthenbacher Gerätehaus.

Martin Knorr bedankte sich bei den Organisatoren der Einsatzübung, deren Vorbereitung sich über drei Wochen hinzog, und den zahlreichen Teilnehmer/innen von Feuerwehr und BRK, die an der unangekündigten Einsatzübung teilnahmen. Dabei betonte er die Bedeutung, einen Brand in einem Schulgebäude so realistisch wie möglich üben zu können, eine Gelegenheit, die sich selten bietet.
Die Einsatzübung klang mit Leberkäse-Semmeln, Getränken und anregenden Gesprächen aus. Wer hätte gedacht, dass dieser Samstag so ereignisreich verlaufen würde …

Folgende Einheiten nahmen an der Einsatzübung teil:
FW Röthenbach/Pegnitz
FW Renzenhof
FW Haimendorf
FW Rückersdorf
FW Schwaig

BRK Nürnberger Land mit:
SanEL (OrgL und LNA) mit der UG-SanEL
SEG Behandlung (Hersbruck und Schnaittach)
SEG Technik und Sicherheit (Lauf)
SEG Transport Mitte (Lauf mit 2 KTWs)
SEG Transport Süd (Altdorf und Feucht)
Sowie weitere KTWs aus Hersbruck und Röthenbach/Pegnitz.
Die UG RTWs aus Röthenbach/Pegnitz und Lauf
Schmink-Team der Bereitschaft Feucht

Bericht: FF Röthenbach/Pegnitz
Fotos: FF Rückersdorf, FF Schwaig, BRK Röthenbach

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